„Was ist ein Ausgesteuerter oder eine Ausgesteuerte?“, frage ich Mike und Willy. Mike mutmasst: „Das ist eine Tochter, die soeben geheiratet hat und somit von ihrem Vater die Aussteuer erhalten hat.“ Willy meint: „Es könnte aber auch sein, dass es einer ist, der keine Steuern mehr zahlen muss!“. Ich denke dagegen an einen „Donaudampfschifffahrtskapitän, der in den Ruhestand geht und somit ausgesteuert hat.“
Mike hat eine einleuchtende Erklärung. In Bayern ist es Brauch, dass die Braut eine Mitgift bekommt. Diese heisst „Aussteuer„. Mit diesen Waren, welche die Braut also in die Ehe mitbringt soll der Grundstock für den Haushalt dienen. Diese Gaben – materiell oder monitär – werden vom Brautvater und von der nahen Verwandschaft der Braut spendiert. Somit wird die Tochter bei der Hochzeit an den Bräutigam „ausgesteuert“.
Der Erklärungsversuch von Willy ist auch nicht unbegründet. Schliesslich könnte das Finanzamt mit einem netten grauen Brief auch mal etwas nettes Mitteilen. „Hiermit dürfen wir Ihnen eine freudige Nachricht überbringen: Ihre Steuernummer wurde gelöscht. Sie haben ausgesteuert!“
Tja, mein Vermutung stösst leider auf geringe Gegenliebe, auch wenn man sich durchaus vorstellen kann das ein Ausgesteuerter das Ruder aus der Hand legt.
Wie ich auf diese Frage komme? Roger fragt in seinem Thread „Ausgesteuerte und die Arbeitslosenzahl“ u.A. „Wieso weist die Arbeitslosenzahl nicht alle Arbeitslose aus?“ Als kleine Erklärung ein Link: FAQ Arbeitsmarktstatistik






