Gegen 24 Uhr verliess ich das Landesmuseum, sattelte mein Töff und fuhr zur Hardbrücke. Ich wollte bei der Labor-Bar beim Schiffbau vorbei schauen. Jeden Freitag veranstaltet die Labor-Bar die schon legendäre Party „Celebreighties“ – die Party ab 28 Jahren.
Die Musik aus den 70ern, 80ern und 90ern war durchwachsen. Der DJ legte teilweise nette Ohrwürmer aus der guten alten Zeit auf, aber dann vollführte er wieder einen harter Break und sorgte mit abruptem Wechsel der Stilrichtung für Bewegung auf der Tanzfläche. Das wirklich erfreuliche an der Location ist die lockere Atmosphäre. Man kommt leicht ins Gespräch. Sei es an der Bar oder auf dem Tanzboden. Die Musik ist gerade so laut, dass man sich noch gemütlich unterhalten kann.
Man trifft auch hier wieder auf die bereits bekannten Phänomene: „Schneckenchecker“ stehen am Eingangsbereich zum Tanztempel und taxieren genauestens die weiblichen Gäste. „Bewegungswunder“, „Tanzbär“ und „Aussertakttänzer“ versuchen entweder in Stevie-Wonder-Manier mit geschlossenen Augen oder eher ungelenkig der Musik zu folgen. „Flaschenhalter“ und „Mitwipper“ stehen zusammen mit den „Tanzflächenquadratmeterreservierern“ mitten auf dem Dancefloor und behindern die „ChronischüberdieTanzflächeLäufer“ und „PrinzessinnenAntänzer“ bei deren Lieblingstätigkeit. Und da wären noch die „Thekenblockierer“ und „DauerRatscher“, die sich am Rande des Geschehens aufhalten.
Aber im Grunde genommen ist die „Celebreighties“ eine empfehlenswerte Party, die sich zu einem Stammtermin in meinem Kalender entwickeln könnte.







