Communication Overflow? To Hell with E-Mails! Diagnose und Tipps zur Selbsthilfe von „Fischmarkt.de“

26. September 2007

Kennt ihr das? Morgens 8:30 Uhr. Nach 3 Logins und Passworten ist innerhalb von 5 Minuten und einer Tasse Kaffee der Laptop gestartet. Beziehungsweise: Der Rechner sieht so aus; denn die Sanduhr kreiselt immer noch vor sich hin, weil nebenbei noch Programme nachgeladen werden. Nach weiteren 3 Minuten reagiert endlich die Maus auf Bewegungen mit der Hand ohne zu zappeln. Was ist der erste Klick? Richtig: Outlook respektive „das E-Mail-Programm“.

Nehmen wir mal an Outlook startet. Dann holt sich das Programm die aktuellen neuen Mails vom Server. Und das sind komischerweise über Nacht einige. Schlimm wird es dann, wenn man einen Tag (oder gar mehrere) ausserhalb des Büros/der Firma unterwegs war. Dann stapeln sich die neuen, fett gekennzeichneten Mails im Posteingang. Nun geht man an das ¨Erste Selektieren“ und überliest neben den Überschriften den Text. Man macht sich mittlerweile Notizen auf einen altertümlichen schraffierten Block bei Mails, welche man als „wichtig“ (Prio 1) empfindet. Warum? Man trifft Vorkehrungen, dass man wieder an die „wichtigen E-Mails“ erinnert wird, wenn man durch eine Störung – und die kommt sicher – abgelenkt wird.

Störungen? Was könnte das nun sein? Zum Beispiel ruft während des Lesens einer „wichtigen E-Mail“ jemand per Natel an. Am besten noch mit unbekannter Nummer. Nach Zusammenfassung der ersten Informationen, welche der Anrufer mitteilt, scheint es sich noch um etwas Wichtigeres zu handeln, als die Mail, welche man gerade vor sich hat. Also werden andere Windowsprogramme geöffnet, Exceldateien durchforstet, Auswertungen gefahren und Listen erstellt. Diese schicke man dann – natürlich – per Mail. Nur: Es klappt nicht. Das Postfach ist überfüllt. 

1. E-Mail ist die Hölle

Lawrence Lessig hat es schon 2004 getan, Fred Wilson im April 2007: Sie erklärten ihren E-Mail-Bankrott (e-mail bankruptcy) und löschten den gesamten Posteingangskorb.

Ähnlich wie der finanzielle Bankrott bleibt die Pleite der Elektropost der einzige Ausweg, wenn die schiere Menge rückständiger Mail nicht mehr beherrschbar erscheint. Früher oder später kommt der Punkt, an dem allein die Mail alle verfügbare Aufmerksamkeit und Arbeitskraft beansprucht. Dann ist Schluss mit lustig.

2. Blick in den Postkorb

Donald E. Knuth (ja, der Knuth) ist seiner persönlichen E-Mail-Hölle am 1. Januar 1990 entkommen. Seitdem benutzt er keine E-Mail mehr. Dem 1992 emeritierten Gelehrten mag diese Abstinenz noch möglich gewesen sein. Heute sind die meisten Nutzer zur E-Mail gezwungen.

Büroarbeitsplätze sind in vielen Branchen flächendeckend mit Mail ausgestattet. Angestellte kommunizieren via Mail mit Kunden, Lieferanten und Dienstleistern. Weil sie es müssen. Eine Mailadresse ist wie eine Aufforderung an die ganze Welt, Mail zu schicken. Und die Welt zögert nicht, es zu tun. Selbst die interne Kommunikation läuft häufig per Mail. Oder läuft nicht, weil Mails einfach nicht gelesen werden.

3. Was geschieht mit meiner Mail

Die kleine Fischmarkt-Reihe aus der E-Mail-Hölle erzeugt erfreulich viel Resonanz. Offensichtlich trifft das Thema einen Nerv. Schön auch die Reihe der bestorganisierten Mailhelden, die in den Kommentaren zu bewundern ist. Noch mehr würde ich mich freuen, wenn sich auch einmal der eine oder andere Mailversager Leidensgenosse zu Wort meldete.

Es ist nicht so, dass ich nicht wüsste, wie Mail effizient und effektiv zu bearbeiten ist. Nein, ich kann es sogar einigermaßen. Im April war meine Inbox zero. Aber dann kam die Realität dazwischen.

Es gibt nämlich auch noch ein Leben außerhalb von Outlook, und traurigerweise wird dort das Geld verdient. Niemand wird dafür bezahlt, Mail zu bearbeiten. Die Ausnahme mögen Call Center sein, aber das ist ein anderes Thema.

4. Multiple Posteingangskörbe

E-Mail verliert an Bedeutung im Kommunikationsmix, weil ihr Nutzen im Verhältnis zum Aufwand immer geringer wird. In der kleinen Reihe aus der E-Mail-Hölle beschäftigen wir uns heute mit den Alternativen – und dem Problem multipler Posteingangskörbe.

E-Mail ist etwas für Eltern, die 12- bis 24-Jährigen nutzen stattdessen Instant Messaging. Zu diesem und anderen aufregenden Ergebnissen kommt eine Studie des University of Southern California’s Center for the Digital Future. Die jüngste Generation nutzt Mail nur noch für den unvermeidlichen Kontakt mit Älteren. Mail ist für sie ein Arbeitsmittel, das ihnen aufgezwungen wird wie früheren Generationen das Telefon, die Schreibmaschine, das Fax oder der PC.

5. Wege aus der E-Mail-Hölle

Nach vier Tagen der Trauer und Klage über den Niedergang des einst glanzvollen Mediums Mail ist es nun Zeit für den Blick nach vorn. Gibt es Auswege aus der E-Mail-Hölle?

An dieser Stelle möchte ich nicht mit einem weiteren Aufguss der GTD-Methode langweilen. Das Thema hebe ich mir für später auf, und außerdem folgt meine Mailbearbeitungsroutine, jedenfalls in der Theorie, dem Modell von Meister Allen.

Sämtliche Kapitel sind komplett nachzulesen bei „Fischmarkt.de


Video 118 projec’t – pompier, suisse, clip, 118, romand

23. September 2007


stage6.divx.com – Hammermässige Videoqualität

21. September 2007

Via Basic Thinking Blog wurde ich auf einen Videodienst aufmerksam: Dieser heisst stage6.divx.com. Was mich beim ersten Video in diese Thread von BTB umhaut: Die hammermässige Qualität der Videos. Dieser stellt alle mir bisher bekannten Video-Server absolut in den Schatten. Auch bei Vollbildmodus eine hervorragende Bild- und Ton-Qualität:

Linkin Park - What I\'ve Done Video and Download at Stage6

Linkin Park – What I’ve Done

[Remix] Galleon - So I begin Video and Download at Stage6

[Remix] Galleon – So I begin

Leider habe ich keine Ahnung, ob es möglich ist die Videos direkt in meinen WordPress-Blog einzubinden. Hat jemand einen Tipp für mich?


Im Namen des Volkes 6 Monate Haft für Abmahner – Die Internetscene jubelt

20. September 2007

Zitat aus einem Artikel der TAZ Berlin vom 11.09.2007:

Der Anwalt Gravenreuth gilt als Verursacher des Abmahn-Unwesens. Auch mit der taz hatte er sich angelegt. Nun wurde er verurteilt.
Berlin taz Das Amtsgericht Berlin-Tiergarten hat gestern den berüchtigten Münchner Abmahnanwalt Günter Freiherr von Gravenreuth wegen versuchten Betruges zum Nachteil der taz zu sechs Monaten Freiheitsstrafe verurteilt. Der Mann hatte die taz im Mai letzten Jahres abgemahnt, weil er angeblich unbestellt eine Bestätigungs-E-Mail für den taz-Newsletter erhalten hatte. …

und weiter:

Die Freiheitsstrafe setzte es nicht zur Bewährung aus: „Nur weil die taz einen Anwalt hatte, der Ihnen in den Arm gefallen ist, haben Sie die Domain nicht verwertet. Die Allgemeinheit muss vor Ihnen geschützt werden.“

Sie sähe – so die Richterin Nissing – keinen Anhaltspunkt dafür, dass sich der Angeklagte zukünftig an die Rechtsordnung halten werde. Im Januar ist Gravenreuth bereits zu einer Haftstrafe auf Bewährung -wenn auch nicht rechtskräftig – verurteilt worden, weil er Mandantengelder nicht ausgezahlt hat. In der Hauptverhandlung kam zur Sprache, dass es wegen eines ähnlichen Deliktes eine weitere Anklage in München gibt. (AZ: 276 Ds 58/07)

Kompletter Artikel bei der TAZ

Zitat aus dem Artikel der TAZ vom 12.09.2007:

Internetszene jubelt
Der berühmt-berüchtigte Abmahnanwalt Günter Freiherr von Gravenreuth will dem Gefängnis entgehen und legt Berufung ein. In zahlreichen Kommentaren begrüßt die Internetszene das Urteil. VON MATHIAS BROECKERS

Im Oktober 2006 wurde ein aufgeregter Anrufer in die Online-Abteilung der taz durchgestellt: „Beim Amtsgericht Berlin-Tempelhof/Kreuzberg wurde beantragt, eure Domaine www.taz.de zu versteigern. Wollt ihr die wirklich loswerden?“ Das wollten wir natürlich nicht und dieser Versteigerungsantrag war nur ein weiterer Höhepunkt eines Rechtsstreits, den sich Deutschlands berüchtigster Abmahn-Anwalt, Günter Freiherr von Gravenreuth, mit der taz lieferte. Der casus belli: eine einzige unbestellte Bestätigungs-Email für den taz-newsletter, die Gravenreuth erhalten hatte. Weil er im Rechtsstreit um diese Lappalie vor betrügerischen Mitteln nicht zurückschreckte, wurde er jetzt zu sechs Monaten Haft ohne Bewährung verurteilt (siehe „Weitere Artikel“). Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

und weiter:

Update: Dass wir mit dem Strafantrag gegen den abmahnwütigen Freiherrn den Richtigen trafen, hatten wir zwar geahnt, doch der Jubel im Netz, den der Bericht über das Urteil nach sich zieht, hat ungeahnte Ausmaße angenommen. Zu dem Bericht auf heise.de gingen bis Donnerstagmittag schon mehr als 11.200 Leserkommentare ein. Ein solches Feedback auf eine Nachricht hatte das größte deutsche Online- Forum der Computerszene bisher nur einmal erlebt, bei einem Artikel über den EU-Patentschutz von Software. Auch die gesamte Nacht über hatte in den Foren Partystimmung geherrscht: neben Lob und Preis für die taz, der Ankündigung von Spenden und der Bestellung für Abonnements, wurde zu einem Autokorso und weiteren Jubelaktivitäten aufgerufen. Bei aller Schadenfreude wollten die Blogger aber auch eine gewisse Humanität nicht vergessen und forderten,  falls das Urteil des Amtsgerichts Berlin-Tiergarten in der Berufungsverhandlung bestätigt wird und der Abmahnanwalt hinter Gitter wandern muß: Ein Knastabo für Günni!

Kompletter Artikel bei der TAZ.de

In Wikipedia existiert ein ausführlicher Artikel über den Anwalt Gravenreuth


Projektmanagement-Blog neu in Blogroll aufgenommen

17. September 2007

Warum? Ganz einfach: Tipps für „Simplify your Projects“ gibt durchgängig Stefan Hagen. Und: Nach dem Lesen der letzten Beiträge sehe ich mich in diversen Dingen bestätigt.

Zum Beispiel:


Von Ehrensenf zu Polylux – Katrin Bauernfeind feiert Einstand

14. September 2007

Gerade schalte ich auf ARD um. Dort läuft Polylux und wen sehe ich da? Das Gesicht und die Stimme kenne ich doch! Auch das Muttermahl! Das ist Katrin Bauernfeind! Wer das ist? Die hübsche heute 25-Jährige moderierte das Online-TV-Blog www.ehrensenf.de

Katrin Bauernfeind Polylux Ehrensenf

Dann schau ich bei Ehrensenf vorbei und prompt steht dort etwas über den Einstand von Katrin bei Polylux. Somit sieht man die Lady jetzt also öfter. Das freut doch! Und ich gratuliere auf diesem Weg herzlichst!

Bei Polyblog hat Katrin einen eigenen Blog. Und bei Polylux gibt es weitere Informationen zu Katrin und ihre Sendung.

Weiter Infos:


11.09.2007 – Oops she did it again – Britney Spears ohne Slip beim Feiern nach MTV-Pleite

11. September 2007

Britney Spears versemmelte zuerst ihren Auftritt bei den MTV-Awards. Anschliessend ging es zum Feiern in Las Vegas. Kurz den Bikini ausgezogen, ein schwarzes kurzes Kleid übergeworfen und den Slip vergessen. Dann stieg sie aus dem Auto und *flash* hatte ein Fotograf das Bild unten ohne von ihr geschossen. Das kennen wir doch!

Generiert Britney nun dadurch einen neuen Modetrend? Geht jetzt nach der „Ich bin auch gedopt„-Kampagne eine „Ich trage auch keinen Slip“-Initiative durch die Blogwelt? Ich überlege mir schon, ob ich diese starte. Zuerst drucke ich T-Shirts mit dem Slogan. 

Ich trage auch keinen Slip

Dann kaufe ich mir eine Hüfthose, jage mir ein (S)pearcing durch den Bauchnabel und werfe sämtliche Unterhosen weg. Freiheit unter der Gürtellinie! 🙂

Zu den Fotos von Britney unten ohne geht es hier lang.


10.09.2007 PeterPan’s Blick in die Welt ist Number 1!

11. September 2007

Klar, man schielt als Blogger schon ab und zu mal nach der Statistik. Man freut sich über die ersten 100 Klicks pro Tag. Dann fiebert man dem „1. Mal 1000!“ entgegen. Das mit der Statistik ist für mich heute als „Blogger“ so, wie früher die Besucherzahl auf einer selbst organisierten Party. Schliesslich freut man sich ja, wenn die Beiträge auch besucht und gelesen werden. Aber das heute hat mich umgehauen:

NumberOneChart_10.09.2007

Wie was warum über 2500 Besucher heute? Alleine auf dem Beitrag „Vor 29 Jahren – 216 Urlauber sterben auf dem Campingplatz von Los Alfaques bei der Explosion eines Gastankwagens“ über 1500 Besucher? Ach, da lief ja der Film im Fernsehen! Stimmt!

NumberOneBlog_10.09.2007

Ergebnis: Mein Blog ist heute die Nummer 1 bei den deutschsprachigen Blogs bei WordPress. Ich fühle mich geehrt!

PS: 12.09.2007 Schon den dritten Tag ganz auf Platz 1. http://botd.wordpress.com/?lang=de


25.08.2007 – 2. Zürcher Sommer-Bloggertreffen im Restaurant Kolbenhof

26. August 2007

Heute am späten Nachmittag fand das 2. Zürcher Sommer-Bloggertreffen im sehr schön gelegenen Restaurant Kolbenhof statt. Das Restaurant ist wirklich ein Geheimtipp. Von der grossen Terrasse hat man einen herrlichen Blick über Zürich. Hinzu kam heute strahlend blauer Himmel und äusserst gute Fernsicht. An einem Tisch erkannte ich Doris, Roman und Marcel. Zum ersten Mal traf ich auf Judith und Sam, Peer, sowie auf Thomas. Roman kam mit Gattin Elife und Sohn Ruben.

Bloggertreffen

Eine weitere Überraschung war das Essen: Das Restaurant Kolbenhof führt einen Schweinfiletspiess „PeterPan“! Allerdings stammt das Schwein aus der Schweiz und nicht aus meiner Heimat Nimmerland. Der Spiess wird zusätzlich auf einem heissen Stein zum Selbstbräteln serviert. Den Spiess musste ich natürlich sofort antesten. Zum Schutz der eigenen Person und der diese einhüllende Bekleidung vor heissen Fettspritzern bekommt man ein Lätzchen umgebunden.

Schweinefiletspiess PeterPan

Ich litt noch etwas am Badenfahrt-Jetleg und gönnte mir eine eher passive Zuhörer-Rolle. Rundherum wurde viel geplaudert und diskutiert. Doris erzählte von ihrem Urlaub in der Toskana. Es war dort sehr heiss, aber schön erholsam. Elife erfuhr etwas über die geografische Lage von Regensburg, testete versehentlich die Temperatur des heissen Steins und schloss über einen repräsentativen Besuch in Köln auf die fehlende Sauberkeit der Städte in Deutschland. Ihr gefiel es in Luxemburg besser, während Roman die antike Altstadt zu wenig antik war. Ausserdem seien Roman und Elife auf der Suche nach einer neuen Bleibe in Zürich – möglichst mit Seeblick, aber doch günstig, was sich schwierig gestalte. Peer erzählte aus seiner privaten und geschäftlichen Vergangenheit. Und vieles mehr.


Virales Marketing – Oder: Was ein Meerschweinchen mit der Sueddeutschen gemeinsam hat?

23. August 2007

Gestern Abend stolperte ich über „Virales Marketing auf Kampfstern Stuttgart“ bei Meerschweinchenreport.de und heute ist letztgenannter in der Süddeutschen Zeitung unter Internet-Regel 5 „Weitersagen“ genannt. Welch ein Erfolg für das virale Marketing!

Nur „Regel 5: Das Netz funktioniert nach dem Prinzip ‚Weitersagen‘ “ stimmt nicht ganz. „Weitersagen“ wäre eine „Push“-Handlung. E-Mail-Fun-Versenden oder ein Mail-Newsletter ist eine „Push“. Sowas wie der Schneeballeffekt im Web. Einer versendet eine Info an viele und die versenden dann weiter an noch mehr Adressaten. Ich hab mich zum eigenen Eintrag von Meerschweinchen animieren lassen, weil das Video einfach genial ist. Also hab ich mir das Video geholt – ergo: „Pull“-Handlung. So funktioniert das Internet: Man stolpert im Meer der Informationsflut über etwas Interessantes und setzt sich einen Bookmark. Bei mir im Blog wird daraus ein virtueller Bookmark: Ein Eintrag (Thread).

Nebenbei hab ich von Meerschweinchen auch noch den einen Preis für den Link bekommen: den 4. Auch ned schlecht, odrrrr?