Lärm und Lichtverschmutzung stören die Tiere
Durch immer mehr künstliche Lichtquellen wird der Nachthimmel gerade in der Nähe von großen Städten immer heller. Künstliches Licht wird dabei in der Atmosphäre bis in Höhen von zehn Kilometern gestreut. Obwohl Berlin beispielsweise noch zu den dunkleren Städten der Welt gehört, ist die Lichtkuppel auch noch in rund 100 Kilometer Entfernung erkennbar. Ob indirekt durch die Lichtkuppel, aber auch direkt durch Ufer- und Hafenbeleuchtung sind auch Meerestiere dem künstlichen Licht ausgesetzt.
Schon grell beleuchtete Brücken können dabei unüberwindbare Hindernisse für Fische wie den Aal werden. Aale schwimmen meistens nachts flussabwärts zu ihren Laichplätzen. Doch wenn eine beleuchtete Brücke auftaucht, nehmen die Aale sie als Hindernis wahr und schwimmen nicht weiter. Dadurch kann es passieren, dass sie nicht an ihrem Laichplatz ankommen und deswegen keinen Nachwuchs in die Welt setzen können.
Gestörtes Wachstum
Eine weitere Folge der Lichtverschmutzung: Forschende des Leibniz-Instituts für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) haben sich den Barsch genauer angeschaut und herausgefunden, dass das ständige Licht den Melatoninhaushalt der Tiere beeinflussen kann. Bereits geringe Beleuchtungsstärken reichen dabei schon aus, um die Produktion von Melatonin zu hemmen.
Da der Melatoninspiegel auch wichtig für andere Hormone wie beispielsweise die der Schilddrüse ist, kann die Lichtverschmutzungen somit Auswirkungen auf Wachstum und Entwicklung der Fische haben.
Da die meisten Fischarten in Küsten- oder Süßwasserumgebungen leben, sind sie außer dem Licht auch noch menschengemachtem Lärm ausgesetzt – etwa durch Schiffsmotoren oder Bauarbeiten. Studien zeigen, dass Lärm die Kommunikation von Fischen stört.
Veröffentlicht von PeterPan 





