Es ist Freitag – Feierabend – und es beginnt zu regnen. Ich setze mich ins Auto und fahre die Badenerstrasse in Zürich stadtauswärts. Fahren ist um 18 Uhr zwar etwas übertrieben. Es herrscht Trafficjam vor der Kreuzung zur Europabrücke. Ich stehe auf Höhe Schulhaus Kappeli an der Ampel. Mein Blick schweift in der Fahrzeugschlange nach links Richtung VBZ-Zentrale. Ja, was macht denn das Pärchen da? Die waren beim Einkaufen. Logisch! Aber wo ist hier in der Nähe die nächste Einkaufsmöglichkeit, wo man einen Einkaufswagen herbekommt?
Der „Migros“ liegt hinter der nächsten Kreuzung in der Badenerstrasse. Aber die kommen von der Stadt her. Vom Einkaufszentrum Letzigraben? Aber das ist mindestens einen Kilometer weg!?! Die schieben den Einkaufswagen mit dem Wochenendeinkauf vom Letzigraben bis nach Hause? Klar! Der Wagen „kostet“ ja nur einen Franken. Und besser als nach Hause tragen ist das allemal! Wie sagt Roger immer: „Sachen gibt’s…“
Heute Mittag rief Mike bei mir an. Er sei in einem sehr interessanten Restaurant in Altstetten. Alles klar! Ich komme nach! Wo? Das Lokal heisst „Silberkugel“ und liegt in der Altstetterstrasse 124 im „Livid“-Gebäude. Ok, bis gleich. Ich parke im Migros-Parkhaus (1 CHF = 2 Stunden) und gehe die paar Meter zu Fuss. Es ist ziemlich viel los in der Altstetterstrasse um die Mittagszeit. Ich suche Hausnummern, was in Zürich eigentlich nicht so üblich zu sein scheint: Es gibt nicht überall Hausnummern. Oder ich finde diese nicht. Dann lese ich auf einem Gebäude „Livid“. Das muss es sein. Im Erdgeschoss befinden sich kreisrunde Fenster. Lokal gefunden!
Ich betrete das Fastfoodrestaurant „Silberkugel“ und ich glaube mich in der Zeit um 40 oder 50 Jahre zurück versetzt. Beim Eingang befinden sich Kühltheken mit Getränken, dann eine Kasse und anschliessend eine mehrfach geschwungene Theke. An der Fensterseite jeweils lange Bänke mit roten und weissen Kissen und kleinen Tischen davor. Die Decke ist kupferfarben getäfelt. Halbrunde Deckenleuchten runden das 60er-Jahre Ambiente ab. Es fehlt nur noch eine „OLA-Musik-Box“ aus welcher Elvis von einer alten Scheibe klingt. Man beachte die beiden Uhren über dem kleinen „In-House-Shop“: Die linke zeigt MEZ an – die rechte die „Schweizer-Zeit“ 😉
Mike sitzt im hinteren Bereich auf einem der fest montierten runden Barhocker, welche mit rotem Kunstleder bespannt sind. Die Halogen-Wandleuchten sind kurioserweise an ALU-Tischbeinen befestigt. Mike knabbert an den Resten eines „Hawai-Burgers“ mit Cola und Pommes. Scheint das „weekly Menue“ zu sein. Ich setzte mich neben ihn. Einer der Ober schlendert zu mir. Ich bestelle ebenso eine „Hawai-Burger-Menue“. Er schreibt die Bestellung auf einen Block, reisst den Zettel ab und klemmt diesen an der Theke an eine Klammer. Hier könnte man einen US-Streifen drehen. „Roadhouse“ oder so ähnlich. Kurz darauf kommt der Burger. Wir ratschen und lassen es uns schmecken.
Der jeweils am ersten Sonntag im Mai stattfindende (ausser 2005) «Love Ride» Switzerland ist eine Benefizveranstaltung zu Gunsten muskelkranker und behinderter Menschen. Der erzielte Erlös aus der Veranstaltung, sei es aus dem Ticket- und Souvenirverkauf oder durch die Essens- und Getränkeabgabe usw., kommt vollumfänglich den muskelkranken und behinderten Menschen zugute. Dies ist nur dank den ehrenamtlich tätigen Helferinnen und Helfern am Veranstaltungswochenende und mit der grosszügigen Unterstützung von zahlreichen Sponsoren möglich.
Der Love Ride Switzerland ist sowohl die grösste Benefizveranstaltung dieser Art in Europa wie auch der grösste Anlass der schweizerischen Harley-Davidson-Szene. Herzlich willkommen sind jedoch auch Fahrerinnen und Fahrer anderer Marken sowie Besucherinnen und Besucher ohne Motorrad. Den Höhepunkt des Tages bildet die Ausfahrt der Bikes, der eigentliche «Love Ride».
Am Donnerstag ist üblicherweise „Stammtisch-Tag“ einmal im Monat. Allerdings reduzierten sich die Teilnehmer auf den harten Clan der „Sperlix“. Mike fuhr mit dem Töff schon den ganzen Tag in Zürich und Umgebung herum. Das Wetter war wieder traumhaft. Das musste er ausnutzen. Wir trafen uns am späten Nachmittag bei mir im Büro und nach dem Feierabend verabredeten wir uns mit Tom. Er wohnt gleich in der Nähe beim Triemli und so fuhren wir bei ihm vorbei.
Tom empfahl das „Santa Lucia“ in der Birmensdorferstrasse. Es soll dort gute Pizzen geben. Gesagt getan. Mike und Tom lernten sich das erste Mal persönlich kennen. Und so hatten die beiden viel zu erzählen. Und der Abend verflog nur so. Die Pizzen schmeckten vorzüglich.
So kam es, dass wir schliesslich die letzten Gäste im Lokal waren. Als die Stühle hochgestellt wurden, beschlossen wir den Abend mit einem Grappa und beglichen die Rechnung. Es war ein gemütlicher „Sperlix-Meeting“ – bis zum nächsten Mal.
Ja das Leben ist echt kurios. Speziell dieses Gerücht stimmt tatsächlich. Wer es mir erklären kann, bitte melden: „Lounges im Freien – In Zürich verboten!“
Ja richtig gelesen. Stühle sind erlaubt – nebst Tischen, aber die gemütlichen Rattan-Möbel und -Sofagarnituren und deren kostengünstigeren Kopien sind nicht erlaubt. Da ich mir die Locations und Bars nach dem Ambiente aussuche, schlägt das Verbot dem Fass den Boden aus.
20 Minuten berichtete bereits (was meist eigentlich nichts heissen muss). Aber die Gastronomen planen den Sturmangriff gegen das Verbot. Und auch im Internet entwickelt sich Widerstand.
Bei den sommerlichen Temperaturen gibt es nichts Schöneres, als nach der Arbeit gemütlich vor einem Lokal in der Zürcher Altstatt zu sitzen und das Ambiente zu geniessen. Auf Holzstühlen?
Wie gemütlich ist es z.B. im „Dieci“ in Rapperswil direkt an der Uferpromenade? Aber ich habe doch auch schon Loungemöbel auf der Strasse gesehen? Vor der Weinbar „Barrique“ zum Beispiel.
Wer die Stadt Zürich umstimmen möchte, kann sich an einer frisch ins Leben gerufenen Petition mit Unterschrift beteiligen:
Heute nach der Ausfahrt nach Arbon zur „Arbon Classics“ und dann weiter nach St. Gallen und über die Schwägalp, trafen wir gegen 23 Uhr wieder in Zürich ein. Beim Bürkliplatz blickte ich über den See und entdeckte die Spiegelungen, welche der Vollmond auf dem See hinterliess. Wir parkten beim Kongresshaus und ich schoss einige Bilder von der gemütlichen Stimmung.
Nach dem kurzen Ausflug zur „Arbon Classic“ fuhren wir mit dem Boxster Richtung St. Gallen. Leider war etwas mehr Verkehr als erwartet. Wir bogen Richtung Hinwil ab und fuhren dort weiter Richtung Schwägalp. Kurvenreiche Strassen warteten auf uns – und ganz wenig Verkehr.
Nach ein paar Fotos von der Schwägalp und vom Säntis, wechselten wir den Fahrer – Mike war an der Reihe. Er steuerte den „Boxtääär“ sicher Richtung Stäfa. Da leichter Hunger aufkam, hielten wir es für angewiesen eine Lokalität anzusteuern. „Da Franco“ in Stäfa mit herrlichem Blick über den abendlichen Zürisee war genau das Richtige für uns.
Ristorante Da Franco Bergstr. 202
8712 Stäfa
neben Bushaltestelle „Schützenhaus Wannen“,
(Mo + Sa mittag geschl., ital.Küche)
Wir liessen uns je eine Pizza schmecken und genossen das Ambiente. Aber auch der schönste Tag findet irgendwann sein Ende und so starteten wir wieder durch und fuhren mit zur Seestrasse hinunter. Wir tuckerten am See entlang bis Zürich. Dort schoss ich noch ein Bild vom Mond über dem See. Dann ging es nach Hause.
Am Dienstag schliefen sich Mike und ich erst einmal aus. Erst gegen Mittag rappelten wir uns hoch, setzten Kaffee auf und schauten bei Schweiz Touristik im Internet nach, was am „Tag der Arbeit“ – einem Feiertag – für interessante Veranstaltungen anstehen würden. Wir entschlossen uns die „Arbon Classics“ zu besuchen – einem Oldtimer-Treffen.
Das erste Stück fuhren wir über die Autobahn. Was allerdings bei dem Wetter ziemlich langweilig erschien. Deshalb bogen wir Richtung Konstanz ab, um möglichst schnell den Bodensee zu sehen. Auf der Fahrt entdeckten wir eine schöne Gartenbeiz in Ottoberg „Wirtschaft Weinberg“. Wir genehmigten uns einen Kaffee und eine Sachertorte. Und ein Apfelschorle – schliesslich mussten wir auf unsere Figur achten 🙂
Die Beiz „Wirtschaft Weinberg“ in Ottoberg ist wirklich empfehlenswert. Schöne Aussicht, sehr schöner Sitzplatz teils in der Sonne, teils im Schatten und eine sehr zuvorkommende Bedienung. Die Preise sind kommod.
Nach der kleinen Stärkung konnte es weiter gehen. Wir erreichten schliesslich den Bodensee bei Kreuzlingen und fuhren die an diesem Tag vielbefahrene Uferstrasse weiter nach Arbon. Auf dem Weg kamen uns schon einige nette Oldtimer entgegen.
In Arbon suchten wir uns einen Parkplatz auf dem Sauerer-Gelände. Und konnten noch miterleben, wie eine alte Dampflok den Bahnhof von Arbon verliess. Dann wanderten wir Richtung Uferpromenade. Leider waren nur noch wenige Oldtimer geparkt. Es war 17 Uhr und die Veranstaltung neigte sich ihrem Ende,
Wir drehten eine Runde und gingen zurück zum Parkplatz. Auf dem Weg dorthin sahen wir eine andere antike Dampflokomotive, die gerade zur Ausfahrt hergerichtet wurde.
Nachdem der Zug an uns vorbei gefahren war, schlenderten wir zum Parkplatz zurück. Wir verliessen Arbon mit dem Ziel Richtung St. Gallen und dann weiter zur Schwägalp zu fahren – immer Richtung Sonnenuntergang 😉
Arbon war und ist ein bedeutendes technisches Zentrum. Die Gegenwart findet man in Arbon jeden Tag. Die Vergangenheit wird am 1. Mai 2007 wieder lebendig: Zu Wasser, auf der Schiene, auf der Strasse kommen Oldtimer nach Arbon, schöne alte Personenwagen, Motorräder, Vespas, mehrere Dampfzüge mit grossen Dampflokomotiven, das königlich württembergische Dampfschiff Hohentwiel, ein Dampfboot, die „Mars“, die Lastwagen und Postautos aus dem SAURER-Museum, und viele Zuschauer!!
Montag 30. April 2007. Einen Tag vor dem „Tag der Arbeit“. Mike und ich sassen gegen 21:30 Uhr noch auf dem Sofa und dösten vor uns hin. Bis das Natel „pingt“ – eine SMS. Eleni schrieb, sie sei im „Rimini“ – wo wir stecken würden. Ja, stimmt. Eigentlich wollten wir ja schon eher dort sein. Nur war das WE so anstrengend und ich durfte am Montag arbeiten. Ich schrieb an Eleni, dass wir in 40 Minuten im „Rimini“ sein würden. Dann weckte ich Mike, der schnaubend erwachte.
In einer Rekordzeit von 10 Minuten waren wir „ausgangsfertig“. Wir bestiegen das Fahrzeug und steuerten den Bahnhof Zürich an. Dort gleich in der Nähe befindet sich die „Rimini Bar“ – eigentlich eine „Männerbadi“. Das heisst am Tag (bis 17 Uhr) dürfen dort nur „Männer“ rein und im Schanzengraben kraulen. Abends ist Barbetrieb – natürlich gemischt. Ja, das gibt es wirklich in Züri. Es gibt auch eine Frauenbadi! Die liegt direkt an der Limmat bei der Quaibrücke. Dort ist es geschlechtermässig genau umgekehrt.
Am Montag eröffnete die „Rimini-Bar“ offiziell die Freibadsaison mit einem kleinen gemütlichem Fest. Es wurde gegrillt (grilliert) und man konnte sich gemütlich auf die Teppiche und Kissen einrichten.
Das Ambiente ist traumhaft. Das „Rimini“ liegt direkt über dem Schanzengraben. Man läuft auf Holzplanken. Die Mädels sollten somit auf Stöckelschuhe verzichten und sich etwas bequemes anlegen. Grilliert wurde nicht mehr. Wir bestellten uns ein Bier und genossen den lauen Abend samt wunderschöner Ausleuchtung der Szene. Es ist gemütlich ruhig. Keine Musik im Hintergrund stört evtl. Diskussionen. Und es wird viel „geratscht“. Die Preise für Getränke sind kommod. Wer noch so spät Hunger verspürt, für den besteht die Möglichkeit sich eine leckere Pizza zu bestellen.
Aber: Eleni ist nicht mehr da. Wir haben wirklich nur 40 Minuten gebraucht. Ich schicke ihr eine SMS und sie antwortet kurz darauf, dass sie weiter gezogen wäre. Sie befände sich in der „Talacker Bar“. Ja, wo ist die denn? Wir tranken unsere Biere aus und machten uns auf die Suche. Auf dem Weg zurück fragte ich einen Entgegenkommenden nach dem Weg. Natürlich kenne er diese! Und ich eigentlich auch. Aber nur vom „Vorbeigehen“. Die „Talacker Bar“ befindet sich gleich gegenüber vom „Kaufleuten“. Da war ich ja erst mit Chris – und zwar arbeitsmässig – wirklich!
Wir betreten die „Talacker Bar“. Direkt vor dem Fenster auf einem bunten Sofa sass Eleni in einer grösseren Gruppe von Freunden. Die Bar sieht interessant aus. Dicker Teppich am Boden. Die Sofas haben sämtlich verschiedene Bezüge. Aus den Lautsprecherboxen dröhnt Musik – welche Richtung – undefinierbar. Trotzdem telefoniert ein Mittvierziger direkt an der Bar mit seinem Natel. Und das lautstark. Spannendes Ambiente: Zum Platz hin deckenhohe Fenster, in einem Eck eine überdimensionale Lichtorgel Marke Eigenbau, an der Wand überdimensionale Pudel als Wandschmuck. Und dazu die erwähnten Sofas.
Eleni ist mit Freund Vasili und einer grösseren Gruppe Freunden anwesend. Sie erzählt mir, dass Geburtstag gefeiert wird. Daher wird wenig Zeit sein zum „Ratschen“. No prob. Wir schlürfe unser „Panasche“ (Radler) und rauchen derweil eine. Es gibt eh mehr zu beobachten und zu kommentieren.
Nach etwa einer halben Stunde – gegen 23:30 Uhr – verabschieden wir uns von Eleni und Vasili und schlendern Richtung „Kaufleuten“. Vor dem Club stehen Unmengen von Männern (?) an – ausschliesslich. Heute steht doch „10 Jahre Mezzanotte“ an. Ohne Frauen? Kann ja wohl nicht sein. Wir entscheiden uns zum Auto zurück zu gehen. Moni hatte in der Arbeit verlauten lassen, dass sie mit einer Freundin im „Club Bolero“ in Winterthur sei. Wir bräuchten nur eine SMS schreiben. Das taten wir. Wir erreichten das Auto und steuerten durch das abendliche Zürich Richtung Autobahn.
Kurz nach Mitternacht erreichen wir Winterthur. Das „Bolero“ befindet sich in der Nähe des Bahnhofs. Ich biege zum Parkhaus ab. Es ist voll belegt. Dann steuere ich direkt zum Parkplatz des „Bolero“. Dort steht ein Kassier in einem kleinen Holzhäuschen und verlangt 8 CHF Parkgebühr. Ich folge dem Winken eines Platzanweisers und stelle fest, dass das „Bolero“ gut besucht sein muss. Kurz vor den Bahngleisen hält mich der Platzanweiser auf. Er fragt „Wollen Sie zum Ausgang oder einen Parkplatz?“ Ich antworte: „Ein Parkplatz wär nicht schlecht!“
Er greift zum Walki-Talki und spricht recht ernst mit seinem Kollegen. Er hätte hier einen neuen Porsche Boxster, warum der Kollege mich nicht gleich aufgehalten hätte. Ich schaue Mike verwundert an – Mike schaut mich mit hochgezogener Stirn fragend an. Der Platzanweiser meint, ich solle umdrehen, der Kollege würde mich einweisen. Also zurück zum Eingang. Tatsächlich, da steht direkt vor dem Eingang des „Bolero“ an einer Rampe der Kollege-Platzanweiser. Er nimmt eine Pylone von einem leeren Parkplatz und weist mich an rückwärts einzuparken. Dann entschuldigt er sich vielmals bei mir, dass er mich nicht gesehen hätte und ich solle doch bitte das nächste Mal gleich an Zahlhäuschen Bescheid geben. Man hätte immer eine ausreichende Anzahl an Parkplätzen reserviert – direkt vor dem Eingang. Mike schaut mich immer noch fragend an – ich versteh’s auch nicht und zucke verlegen mit den Schultern. Neben meinem Boxster steht noch ein weiterer 911er und dahinter noch ein Boxster. Ok, dann gibt man sich scheinbar hier echt Mühe. Vallet-Parking kommt demnächst noch? Cool! 😉
Die Treppe zum Eingang frage ich Mike leise „Soll ich mit dem Schlüssel am Membereingang winken oder gehen wir zum Gästeeingang?“. Mike lacht. Wir gehen zum Gästeeingang. Und ich falle fast über das Drehkreuz. Es hält mich nämlich auf. Mike deutet auf die Ampel über der Tür. Diese steht auf „Warten“. Kurz darauf öffnet ein Security kritisch blickend die Tür. Wir bezahlen 20 CHF pro Person und bekommen einen „unsichtbaren“ Stempel. Vorteilhaft, da man sich mit der üblichen schwarzen oder blauen Stempelfarbe das Hemd und/oder die Jeans versaut.
Im vorderen Bereich des „Bolero“ befindet sich die Garderobe und eine schöne Loungezone mit Clubsesseln und vielen Kerzen, welche die Szenerie in ein warmes Licht tauchen. Die Musik kommt standesgemäss aus JBL-Boxen. Ein DJ versteckt sich neben der langen Bar und legt gemütliche House-Musik auf. Wir steuern den Mainfloor an. Interessanterweise dröhnt dort R&B-Musik aus den Lautsprechern. Der Mainfloor ist gut besucht. Kurz hinter der Kontrolle – der unsichtbare Stempel – stauen sich die Gäste. Wir biegen gleich rechts ab und steigen die Treppe zum „Platz zur guten Aussicht mit Quelle“ im 1. Stock an. Mike findet einen Platz direkt mit Blick zur Tanzfläche – ich stelle mich an der Bar an und bestelle zwei „Heinecken“.
Kurz darauf geht die Party los. House-Musik ist angesagt. Auf einem Podest in der Mitte der Tanzfläche räkeln sich die leuchtend grün bekleidete Damen – auch auf der Bühne beim DJ. Wir geniessen die Musik und gehen unserer Lieblingstätigkeit nach „Beobachten und Kommentieren“. Gegen 3 Uhr morgens treten wir den Rückzug an. Langsam schlägt wieder die Müdigkeit vom anstrengenden Wochenende durch.
Rimini Bar
Am Schanzengraben
8002 Zürich
Tel: +41 44 211 95 94 www.rimini.ch