Heute hatte ich frei – „Fenstertag“. Gegen Mittag setzte ich mich ins Auto mit dem Ziel IKEA in Spreitenbach. Schon vor 14 Tagen war ich nach der Arbeit in Spreitenbach. Es schüttete aus vollen Eimern. Als ich den IKEA fand, stellte ich fest, dass der Wohnmöbel-Outlet umgezogen war. Damals dachte ich, dass ich zu spät dran war um 19 Uhr. Aber heute stellte ich fest, dass der Laden bis 20 Uhr geöffnet hat. Eigentlich wollte ich ja nur mal „Schauen“. Aber eigentlich trage ich mich schon länger mit dem Gedanken drei Ideen umzusetzen. Alle Drei Projekte haben mit „Mehr Grün!“ zu tun. Aber natürlich keine „normalen“ Ideen, sondern etwas Aussergewöhnliches oder Abgedrehtes, wie von mir gewohnt. Für diese drei Projekte benötige noch die Einzelteile. Aber dazu später.
Ich kam gegen 13 Uhr beim neuen, noch grösseren IKEA in Spreitenbach an. Offensichtlich war ich nicht der Einzige, der auf die gnadenlose Idee gekommen war, gerade am „Fenstertag“ den IKEA zu besuchen. Ich zog am Eingang ein Parkticket und die Schranke öffnete sich. Der Parkplatz vor dem Eingang im Freien war komplett überfüllt. So fuhr ich in das riesige Parkhaus – aber dort staute sich der Verkehr und es war kein Plätzchen frei. So blieb mir erst einmal nichts anderes übrig, als eine Ehrenrunde zu drehen. Beim zweiten Versuch klappte es dann zumindest mit dem Abstellplatz für meinen Boxster.

Also Ring frei für die in sämtlichen IKEA-Shops gleiche Runde durch die „Wohnerlebniswelten“. Ich hatte Zeit. Somit störte es mich nicht, dass weibliche Zielgruppen mit gelben grossen Taschen bepackte, irgendeinen Kaufgegenstand fixierend, meinen Weg kreuzend, mich über den Haufen laufen wollten. Ein kurzer Schritt zur Seite oder ein Schlenker durch einen anderen Regalgang und schon war die Kollision vermieden. Am Ende der Runde durch das Obergeschoss traf ich im Restaurationsbereich ein.

Gott sei Dank war nicht grad 12 Uhr. Dann wäre der Restaurationsbereich Schweiz-typisch hackevoll gewesen. So, gegen 14 Uhr waren die Tische nur locker mit Personen besetzt. Sogar ein „Raucherraum“ für Süchtlinge befand sich in diesem Bereich – vorbildlich. Ich verschaffte mir an der Essenstheke einen Überblick und stellte mich brav in die Reihe an der Essensausgabe. Mit Fleischbällchen und Pommes ging ich zur Kasse. Vorher besorgte ich mir noch eine Kaffeetasse und ein Glas für ein Getränk. Bei Getränken verfolgt IKEA in Spreitenbach das in den USA bekannte Prinzip. Man bezahlt nur eine Kaffeetasse und/oder das Glas, dann kann man soviel trinken wie man möchte. IKEA rechnet damit, dass man eh nur jeweils einmal auffüllt. Schnorrer und „Freibiergesichter“, die mit einem Glas eine ganze 5-köpfige Familie abfüllen, gehen als Colateral-Schaden in der Gesamtrechnung unter. Alles im allem zahlte ich ganze 13 Franken 55 Rappen für Mahlzeit, Kaffee und Cola.

Ich besorgte mir einen „Tagesanzeiger“ vom natürlich mit Preis ausgezeichneten Aluwandregal und setzte mich an einen hohen Tisch mit Barhocker. Dann nahm ich gemütlich die original IKEA-Fleischbällchen mit Pommes zu mir. Ich blätterte in der Zeitung und beobachtete das Treiben um mich herum. Anschliessend schaute ich im „IKEA-Family“-Bereich vorbei. Dabei fiel mir die Reise- oder Sporttasche „UPPTÄCKA“ auf. Das besondere daran: Die Tasche hat Rollen und einen Teleskopgriff. Ausserdem ist der Boden stabiler als die meiner Sporttasche. Na, wenn ich meine mal wegschmeisse, dann besorge ich mir so ein Teil. Dann stieg ich die Treppe hinab in die Hochregal-Etage. Von dort aus geht es weiter in den Bettzeug- und Gardinen-Bereich und weiter zu Wohnutensilien. Dort fand ich dann die ideale Grundlage für mein „Mehr Grün!-Projekt No. 1 – Die Wandwiese“: Einen Sisalfussabstreifer mit rutschfester silikonierter Rückseite. Preis 4,50 Franken. Das Teil heisst „SINDAL“.

Guter Hoffnung noch etwas für meine anderen Projekte zu finden, ging ich mit „SINDAL“ unter dem Arm weiter in die Beleuchtungsabteilung. Dort stolperte ich über eine Papiertütenleuchte mit dem kreativen Namen „MAREK“. Hihi! Da wird sich André aber freuen. Wenn André mal kein Licht aufgeht, dann kann er „MAREK“ einschalten.

Eine andere Leuchte hatte es mir auf den ersten Blick angetan. Die 8-flammige Deckenleuchte „HÖRBY“ für etwas weniger als 50 Franken. Aber damit würde ich selbst mein „Mehr Grün!-Projekt No.3 – Flowerlamp“ selbst torpedieren. Also weiter und einen Drahtlampenschirm suchen. Leider fand ich keinen passenden. Offensichtlich hat sich die Mode geändert. So durchwanderte ich die Grünpflanzenabteilung. Dort fand ich aber bis auf Efeu keine Utensilien für meine „Mehr Grün!-Projekte“. Also ging ich zur Kasse. „Zur Kasse“ ist gut. Es waren unzählige!

Und die ein oder andere war sogar frei. Ohne Wartezeit bezahlte ich meinen „Grosseinkauf“ (SINDAL). Gegenüber der Kasse standen unzählige Leute an der Kaffeebar an. Auch dort musste man/frau nur den Becher mit einem Franken bezahlen und konnte sich soviel Kaffee aus der Maschine lassen, wie er/sie wollte.

Das einzige, was es ich von „IKEA“ built in Germany nicht kenne, aber in der Schweiz vorfinde, sind Parkautomaten. Aber mein fascht 3-stündiger Aufenthalt kostete lediglich 3 Franken. Das geht noch. Aber dann ging der Kampf wieder weiter. Erst mal vom IKEA-Gelände kommen und dann kam der Stau vor einem der Spreitenbacher Kreisel. Ich entschloss mich Richtung Spreitenbacher-Einkaufszentrum zu fahren. Aus der Fahrzeugschlange heraus entdeckte ich das „MIGROS Gartencenter“. Dort finde ich sicher noch das ein oder andere für meine Projekte. Ich bog links in die Tiefgarage ein und parkte.

Zwei für die Schweiz etwas „spezielle“ Dinge fielen mir in der Tiefgarage erneut auf: 1. Die Parkplätze sind von der Breite her nicht für normale Fahrzeuge geeignet. Daher auch die vielen Dellen in den Türen. Schaut mal bei Euch am Fahrzeug nach. 2. Die Beschilderung ist nicht nur auf der Strasse etwas kurios, auch in dieser Tiefgarage gelinde gemacht „seltsam“ (siehe Bild). Warum? Ja, klar. Die beiden Aufsteller zeigen ganz klar den Weg zum „Lift Garten-Center“. Das versteht jeder. Aber das beleuchtete Bild in der Mitte besitzt ebenso die Schrift „Lift Garten-Center“. Und wo zeigt der Pfeil hin? Nach oben!!! Das sorgt für ein erheblich Mass an Verwirrung! Bei der Dame, welch vor mir den Lift an der Decke suchend durch das Parkhaus lief und für mich hiess es selbstredend: „Digicam zücken!“.
Der schliesslich in einer Niesche entdeckte Lift brachte mich in das „MIGROS Garten-Center“ und gleich gegenüber fand ich eine weitere Zutat für „Mehr Grün!-Projekt No. 1 – Die Wandwiese“: Samen für eine Blumenwiese und ein Säckchen Blumenpflanzenerde. Auch für „Mehr Grün!-Projekt No. 2 – HangingGardens“ fand ich einen Blumentopf mit Kette und zwei Cherry-Tomaten-Zöglinge. Nur bei Projekt No. 3 hapert es noch mit den Einzelteilen.
Ich packte die Sachen zusammen und suchte mein Auto in der Tiefgarage. Anschliessend fuhr ich noch zu Tom – er hatte sich zwischenzeitlich telefonisch gemeldet – auf einen Kaffee in einem Restaurant beim Triemli. Dann fuhr ich nach Hause, um mit „Mehr Grün!-Projekt No. 1 – Die Wandwiese“ anzufangen.
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