Das Einbürgerungsstöckchen – Kapitel 1 – Deutschland und die Deutschen

21. März 2006

"Deutscher werden nach 100 Fragen". Das "Hessisches Ministerium des Innern und für Sport" hat einen Leitfaden "Wissen & Werte in Deutschland und Europa" mit 100 Fragen entworfen. Diese Fragen haben nach nach dem Wunsch von Ministerpräsident Koch Einbürgerungswillige zu beantworten – und zwar richtig. Erst dann ist man dem Ziel den Deutschen Pass (und zwar nur den und keinen Doppelpass) zu bekommen einen Schritt näher.

Aus diesem "Ausländer-Quiz" gestalte ich ein Blogger-Stöckchen. Das läuft folgendermassen. Ich fange mal mit Kapitel "1. Deutschland und die Deutschen" an. Beantworte nach besten Wissen und Gewissen die Fragen und gebe dann das Stöckchen mit dem darauffolgenden Kapitel an 3 Blogger weiter. Diese Fragen von Kapitel 2 hänge ich dann in diesem Fall unten an meinen Betrag an.

Diese beantworten dann das Kapitel "2. Grundlinien deutscher Geschichte". Dann bitte wieder 3 Blogger einladen, die das darauffolgende Kapitel "3. Verfassung und Grundrechte" beantworten. Auch hier werden die Fragen von Kapitel 3 unten an die Antworten zu Kapitel 2 angehängt. Und so weiter. Und so fort.

Möchte sich dann ein Einbürgerungswilliger auf die 100 Fragen vorbereiten, so kann er dies über die jeweiligen Einträge in den entsprechenden Blogs tun.

Also, ich fang dann mal an:

1. Deutschland und die Deutschen
Grundlage staatsbürgerlichen Lebens und jedes verantwortlichen Handelns in einem Gemeinwesen ist die Kenntnis grundlegender Fakten eines Landes.

  1. Wie viele Einwohner hat Deutschland?
    Es geht schon los. Waren es nicht um die 75 Millionen? Mal googeln. Das Statistische Bundesamt hilft hier weiter: 82 Millionen Einwohner zählt Deutschland momentan.
  2. Nennen Sie drei Flüsse, die durch Deutschland fließen!
    Ich würde spontan "Rhein, Main, Donau" sagen. Aber handelt es sich dabei nicht um eine Fangfrage? Es heisst "durch Deutschland". Somit "Quelle ausserhalb Deutschland, Mündung ausserhalb – also durch Deutschland".
    Der Rhein: Quelle in der Schweiz, Mündung Nordsee
    – Die Elbe: Quelle im Riesengebirge (Tschechien/Polen), Mündung Cuxhafen in die Nordsee
    – Die Oder: Quelle tschechische Beskiden, Mündung bei Swinemünde in die Ostsee
  3. Nennen Sie drei deutsche Mittelgebirge!
    Ich nehme mal an, dass meine Kenntnisse zu den Mittelgebirgen ausreichen:
    – Bayerischer Wald (Boarding bis der Arzt kommt)
    – Schwarzwald (Kuckucksuhr)
    – Erzgebirge (Luzerner Souvenirs)
  4. Wie heißt die Hauptstadt der Bundesrepublik Deutschland?
    Bonn wäre falsch.
    Berlin ist richtig.
  5. Wie viele Bundesländer hat die Bundesrepublik Deutschland? Nennen Sie sieben Bundesländer und ihre Hauptstädte!
    Es sind 16 Bundesländer.
    – Bayern: München (OleOle, das war ja einfach)
    – Berlin: Berlin (hö)
    – Bremen: Bremen (höhö)
    – Hamburg: Hamburg (höhöhö)
    Mit den Stadtstaaten sind es schon mal mal 4
    – Saarland: Saarbrücken (Du kommst ins Saarland, wenn Du die Brücken über die Saar nimmst)
    – Sachsen: Dresden (ei verbibbsch)
    – Thüringen: Erfurt (Er verschloss das Haus mit den Thüringen. Dann fuhr Erfurt)
  6. Nennen Sie drei Staaten, die an die Bundesrepublik Deutschland grenzen!
    – Schweiz
    – Österreich
    – Frankreich
    Bekomme ich Zusatzpunkte mit
    – Dänemark
    – Polen
    – Tschechien
    – Luxemburg
    – Belgien
    – Niederlande
  7. Welche Voraussetzungen muss man erfüllen, um deutscher Staatsbürger zu werden?
    Äh. In Deutschland geboren zu sein?
    Es ist eher die Seite 7 des Leitfadens gemeint. Den schreib ich jetzt aber nicht ab. Oder doch?
    • Unionsbürger oder gleichgestellt, Niederlassungs oder Aufenthaltserlaubnis
    • Aufenthaltserlaubnis oder Aufenthaltsberechtigung
    • acht Jahre rechtmäßiger gewöhnlicher Aufenthalt in Deutschland
    • Bestreitung des Lebensunterhalts ohne Sozial- und Arbeitslosenhilfe
    • ausreichende Kenntnisse der deutschen Sprache
    • Aufgabe/Verlust der bisherigen Staatsangehörigkeit
    • Bekenntnis zur deutschen Verfassungsordnung: Loyalitätserklärung
    • keine strafrechtliche Verurteilung
    • keine Anhaltspunkte für Verfassungsfeindlichkeit oder Ausländerextremismus
    • kein Ausweisungsgrund wegen Gefährdung der freiheitlich-demokratischen Grundordnung oder Gewalt als Mittel der politischen Auseinandersetzung
  8. Nennen Sie drei Gründe, warum Sie deutscher Staatsbürger werden wollen!
    Hmm. Das wird jetzt die schwierigste Frage. Da muss ich mich in eine Einbürgerungswilligen hinein versetzen:
    – Goethes Land ist mein Land?
    – Sehnsucht nach Sicherheit und Gesundheit?
    – Ich zahle schon so lange Steuern, war nie krank, nie kriminell, warum nicht auch mal wählen dürfen?

So jetzt schreib ich noch die nächsten Fragen des 2. Kapitels "2. Grundlinien deutscher Geschichte" hin und bitte dann 3 Blogger die Fragen zu beantworten und weiter zu geben.

2. Grundlinien deutscher Geschichte

Ohne Kenntnis von geschichtlichen und politischen Zusammenhängen ist kein sachgerechtes Urteil möglich. Wie Menschen Gegenwart und Zukunft gestalten, ist auch davon abhängig, wie sie Vergangenheit beurteilen. Die politische Ordnung der Bundesrepublik Deutschland muss auch in ihrem Entstehungszusammenhang gesehen werden; geschichtlichen Kenntnissen kommt deshalb eine besondere Rolle zu. Jede(r) Einbürgerungsbewerber(in) muss über Grundwissen zum historischen Hintergrund von Verfassung und bundesrepublikanischer Staatsordnung verfügen und Grundkenntnisse zu wichtigen historischen Situationen aus der Entwicklung der Bundesrepublik Deutschland besitzen. 

  1. Was verstehen Sie unter dem Begriff „Reformation“ und wer hat sie eingeleitet?
  2. Welche Versammlung tagte im Jahr 1848 in der Frankfurter Paulskirche?
  3. Die erste Republik mit demokratischer Verfassung in Deutschland wurde 1918 ausgerufen. Wie wird diese erste deutsche Republik genannt?
  4. Wann ging diese erste deutsche Republik zu Ende?
  5. In welchen Jahren der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts war Deutschland eine Diktatur?
  6. Wie hieß die damals herrschende Partei?
  7. Erläutern Sie den Begriff „Holocaust“!
  8. Wenn jemand den Holocaust als Mythos oder Märchen bezeichnet: Was sagen Sie dazu?
  9. Erläutern Sie den Begriff „Existenzrecht“ Israels!
  10. Welches Ereignis fand am 20. Juli 1944 statt?
  11. Was geschah am 8. Mai 1945?
  12. Nach dem Zusammenbruch des „Dritten Reiches" war Deutschland in vier Besatzungszonen aufgeteilt. Wer waren die vier Besatzungsmächte?
  13. In welchem Jahr wurde die Bundesrepublik Deutschland gegründet?
  14. Wie hieß der erste Bundeskanzler?
  15. Was bedeutet „DDR“?
  16. Welches Ereignis fand am 17. Juni 1953 in der DDR statt?
  17. Was verstehen Sie unter dem deutschen „Wirtschaftswunder“?
  18. Erläutern Sie den Begriff „Mauerbau“ (1961 in Berlin)!
  19. Welcher deutsche Bundeskanzler bekam den Friedensnobelpreis?
  20. In welchem Jahr kam es zur deutschen Wiedervereinigung?
  21. Nennen Sie die Bundesländer, die heute auf dem Gebiet der ehemaligen DDR existieren!
  22. Der 9. November hat in der deutschen Geschichte eine besondere Bedeutung. Welche Ereignisse fanden statt
    a.) am 9.11.1938 und b.) am 9.11.1989?

Also hatten "wir" Deutschen sogar 2x das Ereignis 9/11? Sehr interessant.

Jetzt reich ich das Stöckchen weiter an

  • Huflaikan – Er wird sicher etwas Kritische Masse hinzufügen können.
  • Geissenpeter – Mal sehen was er schon alles in Hamburg gelernt hat.
  • Sandra – Die Neu-Berlinerin kann sich gleich mal richtig vorbereiten.

Also, auf geht`s! Schön die Fragen beantworten und dann das nächste Kapitel unten dranhängen. Anschliessend drei weitere Blogger einladen! Auf dass das Einbürgerungsstöckchen seine aufklärende Wirkung entfalten kann.

Viel Spass und viel Erfolg! 😉 Den Leitfaden "Wissen & Werte in Deutschland und Europa gibt es zum weiteren Beantworten dann hier als PDF.

Stand des Einbürgerungsstöckchens (22.03.06)

2. Grundlinien deutscher Geschichte

3. Verfassung und Grundrechte


Ausländer-Quiz – Herr Koch, wer will schon Hesse werden

21. März 2006

Nein, ich habe gar nichts gegen Hessen, nur momentan scheint den Politikern in Deutschland recht langweilig zu sein. Speziell Hessen bzw. eigentlich der Ministerpräsident Koch spitzt mit einer Idee ala "Wer wird Millionär" bei der Einbürgerungsfrage nach Vorne. Er hat einen Fragebogen entwickelt – mit 100 Fragen zum Thema Deutschland. Diese müsse ein einbürgerungswilliger Neubürger richtig beantworten. Erst dann komme er eventuell in den Genuss der Deutschen Staatsbürgerschaft. Angesichts der zunehmenden Überalterung der Deutschen, dem drohenden Rentenfiasko, der exorbitant steigenden Neuverschuldung, des Akademikernotstandes, des Wissenschaftler-Exodus`irgendwie eine kontraproduktive Massnahme.

Beispielfragen aus dem Test– Nennen Sie drei deutsche Mittelgebirge!
– Wann ging die erste deutsche Republik zu Ende?
– Erläutern Sie den Begriff "Existenzrecht" Israels!
– Nennen Sie die Bundesländer, die heute auf dem Gebiet der ehemaligen DDR existieren!
– Welches Recht schützt Artikel 1 der bundesdeutschen Verfassung?
– Was ist der Grund für die gesetzliche Schulpflicht?
– Erläutern Sie den Begriff "Mehrparteienprinzip"!
– Wie heißt das Organ der EU, das die Gemeinschaftspolitik plant und die Entscheidungen ausführt?
– Nennen Sie drei deutsche Philosophen!
– Welcher deutsche Arzt entdeckte die Erreger von Cholera und Tuberkulose?
– Wie heißt die deutsche Nationalhymne und mit welchen Worten beginnt sie?
Nein, ich will ja nicht behaupten, dass die Hessen das alleine geplant hätten. Der "Äh"-Ministerpräsident von Bayern – Edmund Stoiber war schon im Februar zusammen mit dem Baden-Württembergischen Ministerpräsidenten an die Öffentlichkeit gegangen und hatte Berlin gedroht, dass man auch einen Alleingang in der Einbürgerungsfrage – es sind allerdings mehr – vollführen werde, wenn sich Berlin nicht zu einer Gesamtdeutschen Regelung durchringen könnte. Gut, dass ich schon mal Bayer bin.

Auch Sportkenntnisse sind gefragt:

– Wann geschah das "Wunder von Bern" und welche Deutsche Nationalmannschaft wurde 1954 Weltmeister?

Also wer schon mal etwas Üben möchte, der kann sich das "Ausländer-Quiz" hier ansehen.

Wer sich den "Einbürgerungsleitfaden" oder auch "Einbürgerungsfragebogen" als PDF herunter laden möchte, bitte sehr. Verfasst wurde dieser vom "Hessischen Ministerium des Inneren und für Denk-Sport".

Wie wäre es mal mit einem Stöckchen, bei dem wir das kapitelweise durchgehen?


SVP und Ausländer – Positionspapier 2006

20. März 2006

Au weia.. und ich bin Ausländer. 😦 Weil ich gestern grad beim Thema "Märchen" war. Ich habe wieder eines beim Obwaldner Blog unter dem Titel "Die SVP dreht durch" gefunden.

Habt Ihr das neue "Positionspapier der SVP zur Asyl- und Ausländerpolitik – März 2006" schon gelesen?

Oder heisst "Unser Recht gilt für alle!", dass ich ab sofort nicht nur in der Schweiz arbeiten darf, in der Schweiz Steuern zahle, sondern bald auch bald in der Schweiz wählen darf? Das wäre toll! 🙂


Moderne Märchen – Oder mediale Volksverdummung

19. März 2006

Mal etwas Provokantes für den Sonntag: 

Thema Vogelgrippe:
Märchen: „Die Vogelgrippe ist ein Vogelvirus, der nur Vögel befallen kann und einfach so entstanden ist“.
Richtig? Also der Virus sprang schon häufiger auf andere Tiergattungen über. Warum nicht auch mal so richtig auf „den Menschen“? Hat schon mal jemand gefragt, ob danach geforscht wurde, wie sich dieser Virus entwickeln konnte? Wo der Ursprung dieses teuflischen Virus steckt? Warum grad Vögel? Vögel als Testobjekte in gentechnischen Labors? War es etwa ein gentechnisches Labor, dass den Virus entwickelt und verbreitet hat? Tamiflu ist der Renner des Pharmakonzerns Roche. Betreibt Roche gentechnische Labors?

Thema Feinstaub:
Märchen: „Der Feinstaub wird hauptsächlich durch den Strassenverkehr – durch Autos – verursacht. Daher sind Massnahmen die Fahrzeuge betreffend am wirkungsvollsten!“
Richtig? Also 13% des Feinstaubes werden durch den Individuellen Personenverkehr verursacht. Hingegen 37% durch die Land- und Forstwirtschaft und 29% durch Industrie und Gewerbe, 7% durch Haushalte (siehe Quelle). Vergessen wird dabei, dass im Personenverkehr Bus, Bahn, LKW und PKW zusammen gefasst wird. Wieviel ist davon nun tatsächlich der private Personenverkehr mit dem Auto? Es gibt ja noch den „firmenbezogenen Personenverkehr“ angefangen bei Werksbussen, Kleintransporter bis hin zu Vertriebsmitarbeitern. Auch die SBB hat eine Untersuchung mit entsprechenden Massnahmen schon recht früh durchgeführt. Man sollte mal testweise an einem Wochenende jeglichen Verkehr mit Verbrennungsaggregaten stilllegen. Natürlich bei einer Schönwetterlage. Dann könnte man sofort feststellen, was der Personenverkehr verursacht an Feinstaub.

Thema Irakkrieg:
Märchen: „Die Iraker sind deswegen der Feind, weil am 11. September zwei von Arabern gesteuerte Flugzeuge in die Twintowers in New York gekracht sind. Ausserdem musste der Krieg gegen den Irak geführt werden, da der Irak Atomwaffen hatte!“
Richtig? Also „Iraker“ waren sicherlich nicht beteiligt am Anschlag auf die TwinTowers. Keiner hat bis heute auch nur einen Hauch von Atomwaffen im Irak gefunden. Viel wahrscheinlicher ist, dass der Krieg deshalb geführt wurde, weil der Irak die drittgrössten Erdölvorkommen besitzt, welche vor dem Krieg nicht angetastet werden konnten. Rumsfeld holte sogar zu einem Nazivergleich aus. War es nicht Rumsfeld, dem nichts mehr einfällt?

Thema Arbeitslosigkeit:
Märchen: „Die Lohnnebenkosten und die Gewerkschaften sind hauptverantwortlich für die hohe Arbeitslosigkeit in Deutschland!“
Richtig? Lohnnebenkosten machen 33% des Gesamtlohns aus. Die Gewerkschaften haben sich jahrelang „erpressen“ lassen von Politik und Wirtschaft die Tarifverträge zu lockern und Nullrunden hinzunehmen. Im Ausland lasse sich viel billiger produzieren, argumentieren die Firmen. Na denn zieht doch mal schnell mit einer Produktion in das Ausland um. Kostet ja nix. Zahlt ja der Steuerzahler. Wie auch die Ansiedlung einer grossen Firma. Dem stehen Rekordumsätze, Rekord-Ebits und Rekord-Aktienwerte der Unternehmen entgegen. Kennt jemand das Wort „Entlassungsproduktivität“?

Thema CO2 und Klimaerwärmung:
Märchen: „CO2 wird hauptsächlich durch den Strassenverkehr – durch Autos – verursacht. Daher sind Massnahmen die Fahrzeuge betreffend am wirkungsvollsten!“
Richtig? Also in der Schweiz sieht es folgendermassen aus:
Von insgesamt 52,2 Mio. Tonnen CO2 bringt der private Strassenverkehr (PKW) 11,2 Mio. Tonnen oder 21,46 Prozent. 62,9 Prozent entfallen aber auf den Brennstoffverbrauch von Heizanlagen im privaten und gewerblichen Sektor. 
In Deutschland ist die Verteilung wie folgt: Es ist nicht der Pkw-Verkehr mit 11,9 Prozent von insgesamt 19 Prozent für „Verkehr“, der Hauptverursacher der CO2-Gase in Deutschland, sondern die Kraft- und Fernheizwerke mit 43,2 Prozent! Dann folgen Industrie, Gewerbe und Handel mit gesamt 24,8 Prozent, sowie Privathaushalte (Heizungsanlagen) mit 13 Prozent. Anders als in der Schweiz mit 21,46 Prozent entfällt in Deutschland ein Anteil von 11,9 % auf den Bereich „PKW“.

Thema Schweinegrippe und Tamiflu:
Märchen: „Die Schweinegrippe wird zur Pandemie ausarten und Millionen von Menschen dahinraffen!“
Richtig? Panikmache und Geschäftemacherei:
Die Schweinegrippe wurde durch Medien und die Pharmaindustrie künstlich aufgebauscht. Zu diesem Schluss kommt die Organisation Transparency International. Die Gefahr durch die Schweinegrippe war nicht so groß, wie es die Industrie gerne gehabt hätte. Die Krankheit sei «katastrophenmässig aufgebauscht» worden und habe sich als «Papiertiger entpuppt», sagte Anke Martiny, Vorstandsmitglied der Anti-Korruptions-Organisation der deutschen Nachrichtenagentur DAPD. «Bei der Schweinegrippe habe ich den deutlichen Verdacht, dass es im Wesentlichen den Anbietern der Impfstoffe genützt hat», sagte Martiny. Damit werde das Vertrauen der Menschen in Impfungen ausgehöhlt, die ja grundsätzlich sinnvoll seien.

To be continued. Mir fällt da noch mehr ein: „Asylantenzuwanderung“, „Ausländer und Kriminalität“, „Raucher und Gesundheit“, „Die Renten sind sicher“, „Vertrauen und Banken“ ….


Feinstaubursache erkannt – Hochdruckgebiete sind schuld

18. März 2006

„Ja etz hammas!“ (bayerisch) für „Jetzt ist alles klar!“ Die Hauptursache für die Feinstaubbelastung ist erkannt: Hochdruckgebiete sind schuld! Kaum kommt so eine böse Schönwetterlage auf die Schweiz zu, schon steigen die Belastungswerte für Feinstaub über die zulässige Grenze von 50 Mikrogramm pro Kubikmeter.

Das bafu meldet und die NZZ berichtet heute, dass innerhalb der letzten 24 Stunden an sämtlichen Messstellen die Grenzwerte teils massiv überschritten wurden. Dieser Grenzwert darf nur einmal pro Jahr geknackt werden. Aber schon im Februar diesen Jahres klappte das an 9 Tagen durchgängig nicht. Dies veranlasste dann die Politiker in der Zentralschweiz die berühmte, nichts bringende Tempo80-Regelung auf Autobahnen einzuführen. Erst seit gestern steigen die Werte wieder an und halten sich auf hohem Niveau. Gestern scheinte die Sonne und das Termometer in Zürich stieg an die 10 Grad-Grenze. Auch heute sah man wenig Wolken am Himmel und es war richtig angenehm draussen an der frischen Luft, wenn da der Feinstaub nicht wäre.

Da die Hochdruckgebiete mit dem klaren Himmel, dem Sonnenschein und den warmen Temperaturen für die massive Feinstaubbelastung verantwortlich sind, fordere ich die Politik auf sofort mit extremen Massnahmen gegen diese gefährlichen Wetterlagen vorzugehen! Sturm und Regen muss ganzjährig täglich herrschen! 


Traumwetter weckt Motorradträume

18. März 2006

Ich aber sage Euch: Es wird kommen ein Traumsommer. Nach dem extrem kalten Winter mit fast durchgängig vier Monaten klirrender Kälte, bin ich davon überzeugt, dass es einen wunderbaren Frühling und einen heissen Sommer 2006 geben wird.

Schon allein durch die Bauernregeln „Im Februar Schnee und Eis, macht den Sommer heiß“,  und: „Fürchte nicht den Schnee im März, darunter wohnt ein warmes Herz.“ stehen die Chancen gut.

Ich geniesse die ersten warmen Sonnenstrahlen jetzt erst mal auf meinem Töff. Schon vor 3 Wochen hatte ich mein Schmuckstück in den Service gegeben und für die Saison fertig machen lassen. Auch wenn es nur eine kurze Ausfahrt wird. Die Mühle muss bewegt werden; denn sie stand „mit laufendem Motor“ schon zu lange in der kühlen, dunklen Tiefgarage.


Das Paradies der Kuscheltiere liegt in Mettmenstetten

17. März 2006

.. aber wie lange noch? Am letzten Samstag plante ich mit meinem Bruder einen Besuch der Wohga in Zug. Auf dem Weg dorthin führen wir durch Mettmenstetten. Eine Kollegin hatte mir erzählt: „Wenn Du mal in Mettmenstetten bist, dann musst Du Dir den Plüschtierzoo ansehen“. Also hielt ich die Augen offen und suchte die „grosse Schüür“. Und tatsächlich bei der „scharfen Kurve“ links abbiegen.

Gleich rechts ist eine grosse Scheune – und davor stehen und sitzen in Körben und Regalen an die Mauer gelehnt unzählige Plüschtiere. Stubenreine Hündchen sauber im Regal sortiert.

Schnell das Auto geparkt und als wir die Tür öffneten, empfing uns der „Amena Plüschtierzoo“. Jede Grösse und jedes Tier findet man dort zum Knuddeln und zum Kaufen.

Sogar ein ganzer Stall mit (fast) echtem Schweizer Fleckvieh findet man fein säuberlich dort.

Eine Schweizer Errungenschaft: Der Berner Sennerhund mit original Schnapsfass. Daneben ein Plüsch-Kampfhund ohne Maulkorbzwang.

Puppen und Plüschtiere im Amena Plüsch Zoo soweit das Auge reicht.

Eine ganze Löwenfamilie sitzt friedlich am Fenster.

Nette graue Elefanten in allen Grössen gibt’s auch.

Ich hab den Wolpertinger gefunden! Und das in der Schweiz – nicht zu fassen.

Sogar eine echte Karrieresau versteckt sich verwirrt drein schauend zwischen den zahmen Viechern.

Nachdem ich mich für einen kleinen Bären für Mama-Pan und einen Plüsch-Skorpion entschieden hatte, bot uns Frau Meng einen sehr guten Kaffee an. Wir setzten uns an den gemütlichen, rustikalen Tisch und als mal etwas weniger an der Kasse davor los war, kamen wir ins Gespräch – ins „Pläuderlen“. Wie lange denn der Zoo schon existieren würde. Herr Meng meinte 13 – Frau Meng betonte 14 Jahre. Davor hätte man Lederhandtaschen produziert und verkauft. Nun wären beide schon über 70 Jahre alt (was man keinem der beiden ansieht) und man denke ernsthaft über eine Aufgabe des Geschäftes und über den wohlverdienten Ruhestand nach. Die „grosse Schüür“ möchte man verkaufen, denn man hätte viel zu wenig Zeit für die eigenen Wünsche und Träume. Ausserdem hätte man so ein schönes Haus gleich nebenan. Herr Meng winkte uns und zeigte uns die liebevoll restaurierten Räumlichkeiten der ehemaligen Dorfbeiz, was mein Bruder und ich als wirkliche Ehre empfanden.

Aber wie lange die beiden Hüter des Plüschtier Zoo`s noch den hübschen gemütlichen Laden haben werden, ist offen. Beide wünschen sich mal etwas mehr Ruhe und wollen einfach spontan Urlaub machen. Denn auch die Pflege eines Plüschtier-Zoo`s verlangt viel Zeit. Für das Bild leistete ich mit Herrn Meng starke Überzeugungsarbeit; denn Frau Meng lässt sich äusserst selten (wenn überhaupt) ablichten.

Somit sollte man sich beeilen, wenn man den wirklich beeindruckenden Amena Plüschtier-Zoo noch erleben möchte. Aber bitte nicht zu viele der kleinen und grossen possierlichen Plüschtiere mitnehmen; denn es gibt sicher noch genug kleine und grosse Kinder, die sich an der Vielfalt erfreuen möchten ;-). Der Plüschtier-Zoo in Mettmenstetten ist wirklich einen Stopp wert. Und ich wünsche den beiden noch viele gesunde Jahre und viel Spass mit den knuddeligen Tieren. Ich schaue sicherlich wieder bei den beiden auf einen Kaffee vorbei. Und ich kann mich sicherlich nicht zurück halten eines der Knuddeltiere mit zu nehmen; denn keiner der Kunden ging je mit leeren Händen aus der „grossen Schüür“. Der Zoo ist übrigens unter der Woche (Dienstag bis Freitag) von 9 Uhr bis 12 Uhr und von 13.30 bis 18.30 Uhr, sowie am Samstag durchgehend von 9 Uhr bis 16 Uhr geöffnet. Füttern der Tiere leider verboten 😉


Neulich im Postkorb – Nägelkauen an der Universität Würzburg

14. März 2006

Heute fand ich neben dem Spam, Forenbenachrichtigungen, was mein Filter noch durchlässt und belangloser weiterer Werbung eine interessante Mail von Manuela B. aus F.:

"Peter Pan`s Blick in die Welt » Bayern https://peterpanch.wordpress.com/tag/bayern/  Vielleicht wird er ja nie gefunden….. nägelkauen … Wissenschaftler der Universität Würzburg haben herausgefunden, dass es sich nur um eine dialektische …

Hallo Herr Pan,
ich bin eigentlich nur auf der Suche nach o.g. Informationen – bei Google erscheint Ihre Seite als 1. wenn ich nach Nägelkauen und Universität Würzburg suchen – könnten Sie mir sagen wo genau und was ich da finde, ich finde leider nichts.
Vielen Dank & Viele Grüße aus F.
Manuela B."

"Nägelkauen" und "Universität Würzburg" führt die Dame also auf meine Blog-Seite Rubrik "Bayern". Jetzt muss ich mal scharf überlegen, was "Nägelkauen" mit der "Universität Würzburg" gemeinsam hat – ich kaue jetzt aber nicht an den Nägeln während ich überlege 😉 Mal auf die Website von Google gesprungen und überprüft. Tatsächlich!? Meine Website ist No. 1! Aber wo hab ich was von Nägelkauen getippt. Erst mal schmiert mein IE ab. Nochmal versucht. Dann durchforste ich die Suchergebnisse, welche Erstaunliches zu Tage bringen, aber mich verwirrt zurück lassen.

Sehr geehrte Frau Manuela B. aus F. Ich könnte Ihnen etwas über
"Gene, Kaffee, Nägelkauen, Uni Würzburg und Bamberg" liefern:
http://www.medizin-aspekte.de/index.htm?/0304/ernaehrung/kaffee.htm

Zitat: "..Zumeist wirkt Kaffee stimulierend. Bei manchen Menschen löst Kaffee aber Unruhe und Angstzustände aus. Laut einem deutsch-amerikanischen Forscherteam hat diese Reaktion eine genetische Ursache. Demnach enden Personen mit zwei Genvarianten viel wahrscheinlicher beim Nägelkauen als jene ohne diese genetische Veränderung… Forscher der deutschen Universitäten Münster und Würzburg untersuchten in Zusammenarbeit mit der University of Chicago die Wirkung von Kaffee auf 94 gesunde und seltene Kaffeetrinker…."

Was mich an einen Satz von Miesmacher.de (gibt es leider nicht mehr) erinnert: "Nach wissenschaflichen Experimenten kann nach ärztlichen Untersuchungen nicht zweifelsfrei ausgeschlossen werden, dass Kaffee in Dosen tödliche Auswirkungen auf den menschlichen Organismus hat…"
Aber wer nimmt schon Kaffee in Dosen zu sich?

Der nächste Treffer:
http://www.agr-ev.de/html/uploads/a42/AGR_Newsletter_34_.pdf

Auf Seite 31 findet man:
"….Mit emotionsorientiertem, verhaltensbestimmten Coping mildert der Patient seine negativen Emotionen. Spannung ableitende Strategien können Zähneknirschen, Nägelkauen, Rauchen, viel Essen oder Sport sein. Diese Strategie wird manchmal auch als „Den Kopf in den Sand stecken“ bezeichnet und kann bei akutem Stress kurzfristig beruhigen….."

Da bin ich aber froh, dass ich nun weiss, dass ich eigentlich beim Rauchen oder Sporteln psychologisch betrachtet den "Kopf in den Sand stecke", um mich vom Alltagsstress zu beruhigen. Und was ist, wenn ich während der Arbeit beim Sporteln rauche? Fragen über Fragen.

Noch eine Seite:
http://www.thieme.de/viamedici/studienort_marburg/aktuelles/adhs.html

"…ADHS ist ein weltweit bekanntes Phänomen, das intensiv erforscht wird. Zum einen hat man herausbekommen, dass Mädchen von ADHS seltener betroffen sind oder dass sich die Störung auswachsen würde. Man spricht heute von einer Dysregulation der zentralen Selbstregulierungsprozesse statt vom Leitsymptom der Hyperaktivität und Konzentrationsschwäche. Im allgemeinen Sprachgebrauch spricht man heute noch von "Hyperaktivität" wenn man ADHS meint. In Medizinkreisen spricht man von hyperkinetischer Störung (ICD-10 der WHO). Dabei darf man das Aufmerksamkeitsdefizit nicht aus den Augen verlieren.

Man kann in drei Subtypen unterscheiden: einer Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung

  • des vorwiegend impulsiv hyperaktiven Typus
  • des unaufmerksam impulsiv hyperaktiven Typus
  • des vorwiegend unaufmerksamen Typus

Das Syndrom kommt im amerikanischen statistischen Manual psychischer Störungen DSM- IV auch als Störungsbild im Jugendlichen- und Erwachsenenalter in einer "Residualform" vor, d.h. es bestehen bestimmte Symptome weiter. Dieser Aspekt ist im ICD-10 nicht mehr zu finden. Den vorwiegend unaufmerksamen Typus findet man unter einer weiteren Diagnosenummer F.98.8 nach Nägelkauen und Nasebohren…"

Nach zweimaligem Lesen dieses Absatzes und Überwinden der Enttäuschung, dass ich scheinbar zu den wenigen Erdlingen gehöre, die ADSH nicht kennen, wurde ich vorwiegend unimpulsiv inaktiv, danach hyperaktiv aufmerksamkeitslos, dann fiel mein Blick auf meine gefeilten, sauberen Fingernägel und überlegte, ob ich in der DC-10 nicht in jungen Jahren mal in die Türkei geflogen bin.

Was 15 Minuten unorthodox im Web herumsurfen doch so alles anrichten kann. Nun bin ich gespannt, ob sich Frau Manuela B. aus F. bei mir meldet, um mir netterweise mehr Suchbegriffe oder einige Hinweise über den Hintergrund ihrer Suche im Web verrät.

Es grüsst Sie Peter P. aus Z.


Restaurant Die Waid – Mit dem Service nicht weit her

12. März 2006

Manchmal denke ich, dass schlechter Service im Dienstleistungsbereich personenabhäng ist. Und das ist auch in der Mehrzahl der Fälle, z.B. bei Besuchen von Restaurants und Cafés, so. In der überwiegenden Mehrzahl der Besuche bin ich auch mit dem Service höchst zufrieden. Deshalb habe ich lange überlegt, ob ich auch mal über ein negatives Beispiel schreibe. Das heutige Erlebnis ist prädestiniert für erhöhten Nachholbedarf in einem bestimmten Lokal. 

Das Restaurant „Die Waid“ ist von der Lage her mit dem wunderschönen Blick über die Stadt Zürich, den Zürisee und die verschneiten Alpen im Hintergrund eines der am besten gelegenen Lokalen. Im April 2004 wurde das Restaurant frisch renoviert neu eröffnet. Brannte dann aber nach nur wenigen Wochen komplett ab (Juni 2004). Mit einem Provisorium – einem Zelt – nahm man Ende Juli 2004 erneut den Betrieb auf. In dieser Zeit – im Sommer 2004 – war ich viele Male dort und genoss die Aussicht und das gute Essen. Die Service-Crew war nett, zuvorkommend und freundlich.

Aussicht über die Stadt Zürich

Der 1. Aussetzer
Ein Jahr später – im Juli 2005 – eröffnete das Restaurant „Die Waid“ erneut und ich traf mich wenig später mit einem guten Freund dort zum Essen. Obwohl wir reserviert hatten, wurden wir nicht wie erwartet an der Fensterreihe platziert, sondern direkt neben dem Durchgang zur Toilette. Das Essen war sehr gut, aber zu teuer, wenn man dann bedenkt, dass die Bedienungen uns nach dem Essen einfach vergessen hatten. Wir wurden nicht mal mehr gefragt, ob wir einen Kaffee oder gar noch ein Getränk wünschen würden. Für das Servicepersonal waren wir schlichtweg nach dem Essen nicht mehr vorhanden. Viel schlimmer noch: Ab 11 Uhr wurden freudig Tische und Stühle um uns herum gerückt. Mit einer herrlichen Lautstärke – man konnte sich nicht mehr unterhalten. Mein Kollege ist eigenlich ein sehr ruhiger und gelassener Zeitgenosse. Aber das Tischerücken bewog ihn dann dazu aufzustehen, an die Rezeption zu gehen und sich massiv beim diensthabenden Oberservicemanager lautstark zu beschweren. Wir zahlten und gingen mit dem Vorsatz „Die sehen uns nicht mehr!“

Der 2. Aussetzer
Im Herbst letzten Jahres – etwa Oktober 2005 – hatte ich Besuch aus dem „grossen Kanton“. Ich dachte mir „Es wäre doch eine gute Idee es mal wieder mit „Der Waid“ zu versuchen…“. Ich rief beim Restaurant „Die Waid“ an. Bevor ich auch nur ein Wort sagen konnte, teilte mir die Stimme am Telefon sofort mit, dass alles ausgebucht sei. Dann fragte ich die Dame, ob sie nicht wissen möchte, wann ich denn überhaupt planen das Restaurant zu besuchen. Die Dame war verwirrt und meinte nur kurz „Nein“. Nach der Zeitangabe bekam ich dann doch noch einen Tisch.
Ich reservierte einen Tisch mit Aussicht – also an der Fensterreihe und begab mich zur vereinbarten Stunde gut gelaunt zum Restaurant. Ich ging in das Restaurant und wurde sofort von einem Servicemenschen darauf hingewiesen, dass alles ausgebucht sei. Darauf entgegnete ich „Das kann ja sein, aber ich hab` einen Tisch für mich reserviert.“ Der Servicemensch sah im Büchlein an der Theke nach, suchte meinen Namen und meinte, dass der Tisch noch besetzt sei – ich solle in der Launch platznehmen. Das tat ich dann. Mein Freund kam etwas später mit Begleitung und setzte sich zu mir. Ich erzählte von meiner ersten Erfahrung und von der Telefonaktion und wir lachten gemeinsam. Dann wurden wir an den Tisch geleitet, setzten uns und bestellten unser Mahl, sowie die Getränke. Aber siehe da, die Teller waren leer, die Gläser auch, trotzdem fragte uns keiner der Bedienungen, ob wir noch etwas zu uns nehmen wöllten. Nach angemessener Wartezeit stand ich auf und bat eine der Damen doch bitte die Rechnung zu bringen.

Der letzte Aussetzer
Mein Bruder Mike ist dieses Wochenende zu Besuch. Heute – am Sonntag Nachmittag gegen 16:30 Uhr – fuhr ich erneut, ein halbes Jahr später, zum Restaurant „Die Waid“. Das Wetter war aprilmässig wechselhaft, ab und zu kam die Sonne durch. Deshalb war die Aussicht über das teils verschneite Zürich ganz hübsch anzusehen. Wir betraten das Restaurant und wandten und nach rechts in den beiz-ähnlichen Bereich und gingen eben nicht in den Restaurationsbereich auf der linken Seite.

Hinweisschild Restaurant Die Waid Zürich

Auf einem Schild stand mit grossen Lettern „Ab 17:30 Uhr Tische am Fenster reserviert„. Es war 10 Minuten vor 17 Uhr. Ein Tisch am Fenster war im beiz-bereich gerade frei geworden. Eine Serviertochter putzte den blanken ungedeckten Holztisch mit einem Lappen, wir setzten uns zwischenzeitlich. Die Dame kam wieder zurück mit einem Reservationstäfelchen in der Hand und teilte uns mit, dass ab 17:30 Uhr der Tisch bereits reserviert sei. Ich sah auf die Uhr, las 5 vor 5 ab und entgegnete, dass ich das Schild gelesen hätte und ob wir gleich wieder gehen sollten? Sie hatte offensichtlich den Tisch frisch sauber gemacht und wollte diesen 40 Minuten vor „Reservationszeit“ für jeglichen Verkehr sperren. Ich sagte ihr, dass wir nicht schmutzen würden und nur kurz einen Kaffee trinken wollten. Daraufhin nahm sie auch die Bestellung von meinem Bruder auf und liess von uns ab. Als sie den Kaffee auf den Tisch stellte, bezahlte ich sofort, um dann nicht warten zu müssen und um das Lokal nach dem Kaffee sofort wieder zu verlassen. Auch hatte ich genug von dem Laden und schwor mir, dass ich das letzte Mal in dieser Servicewüste aufkreuzen würde. Offensichtlich handelt es sich bei der Unfreundlichkeit des Personals nicht um ein personenbezogenes Defizit, sondern um chronisches Managementproblem. 

Übrigens: Die Gegend oberhalb des Restaurantes ist traumhaft schön. (Bilder von Michael Sengers). Man könnte es ja auch mal im Jägerhaus probieren.

Das extrem positive Beispiel am gleichen Abend:
Anschliessend fuhren wir noch ins Niederdörfli und besuchten die Weinschenke im Hotel Hirschen am Hirschenplatz. Das Ambiente ist sehr schön – helles Kellergewölbe. Der Wein war vorzüglich und die angebotene Linsensuppe sehr fein. Der Service der beiden Herren war zuvorkommend und aufmerksam. Das Lokal kann ich jederzeit empfehlen!


Was hinter so manchem Pressebildern steckt

12. März 2006

Heute -Samstag – stand ein Besuch auf der WOHGA in Zug und dort u.A. ein Fotoshooting auf dem Messestand der Nussbaumer Elektro AG an.

Pressebilder

Was man nicht alles tut, um ein schönes Pressebild zu bekommen.

Pressebilder

Ja, ich gebe zu, dass wir mit dem „Lollitrick“ arbeiten. Nein, bei dem Pressebild dreht es sich nicht um mich. 😉

Pressebilder

Sondern um das hüsche Nachwuchsmodell Lisa und die kinderleichte Bedienung der Gebäudetechnik im Wohnbau – auch „Intelligentes Wohnen“ genannt. Das Pressebild ist doch schön geworden, oder?