Jaja.. mit Computern lösen wir die Probleme, die wir ohne Computer nicht hätten. Mittlerweile ist man nicht nur von Kommunikationsmitteln umzingelt, die einem das Leben in der Arbeit und Privat deutlich erleichtern sollen – über diese Kommunikationsmittel kann der Arbeitgeber auch deutlich einfacher seine Mitarbeiter kontrollieren ,wenn er das will.
Aber auch beim Einkaufen ist es ganz simple das Geldausgabeverhalten des Homo Sapiens durch alle Altersklassen zu diagnostizieren: Man locke ihn mit Tupperware oder Markenpfannen und schon springt er auf die PayBackKarten auf. Über die Daten des Kartenbesitzers lässt sich nicht nur prachtvoll Massenwerbung verschicken, sondern auch grandiose und wertvolle Rückschlüsse über "wann wird was eingekauft" und "in welcher Gegend wohnt er denn" gezogen werden. Aber zurück zum Thema.
Man fühlt sich an den George Orwell Roman 1984 (tolle Musik übrigens) und die beliebte Sendereihe "Big Brother" (Untertitel: "Spannen bis der Arzt kommt") erinnert – wobei sich letzterer Begriff mittlerweile als Titel für die "totale Überwachung" eingebürgert hat.
Das Schweizer Magazin der Beobachter schreibt in seiner aktuellen Ausgabe über das Thema "Big Boss is watching you" über die einfachen Möglichkeiten der Firmen ihre wertvollstest Gut – die Beschäftigten – zu kontrollieren.
Ob Callcenter-Mitarbeiter nach den Richtlinien telefonieren und bei Fehlern Minuspunkte in ihre Bewertung bekommen oder zu lange brauchen, um ans Telefon zu gehen, ob die Mitarbeiter die Neuigkeiten im Intranet lesen oder um 7 Uhr schon die E-Mails lesen, ob das Internet privat oder geschäftlich genutzt wird, ob E-Mails "funny gimmicks" enthalten – all das überprüfen laut einer Umfrage bis zu zwei Drittel der Schweizer Firmen. Und den wenigsten der beschäftigten Arbeitnehmer ist das bekannt.
Durch die neuen Medien, wie Internet und E-Mail, sowie durch entsprechende Software «Orvell Monitoring» oder «Winston Monitoring», ist die totale Überwachung der Mitarbeiter nicht nur einfach, billig und effektiv, sondern auch sehr wirksam umzusetzen. Da tröstet auch die Aussage nicht, dass die Überwachung durch alle Ebenen der Organisation einer Firma eingesetzt wird.
(auf das Thema gestossen über Akte Surveillance)







Ein Grund mehr zu überlegen, ob nicht die Selbständigkeit ein probates Mittel auch dagegen wäre. Ich möchte mir nicht überlegen müssen, wieviel mein Arbeitgeber von mir weiss, ohne dass ich das weiss. Grmpfl – Ich möchte da gar nicht wirklich dran denken. ;(( – Da nützt es im übrigen auch nicht, dass man meint, man hätte nichts zu verbergen. Woher kommt eigentlich dieses Kontroll- und Überwachungsbedürfnis? – Ist das immer schon da oder wächst das mit den technologischen Möglichkeiten mit? – Seufz, Beverly.
Das gibts nicht erst seit es Technik gibt. Dieses Kontrollbedürfnis gibts, so glaube ich wenigstens, schon immer.